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Gebäudehaftpflichtversicherung

Über die Gebäudehaftpflichtversicherung (Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung) gewährt der Versicherer dem Eigentümer und Vermieter einer Immobilie Versicherungsschutz, wenn dieser wegen eines Personen- oder Sachschadens aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen von einem Dritten auf Schadensersatz in Anspruch genommen wird.

Eine Schadensersatzpflicht des Grundstückeigentümers kann sich insbesondere aus der Nichtbeachtung der Streu-, Reinigungs- und Instandhaltungspflicht des Gebäudes und Grundstücks ergeben.

Die Deckungssumme sollte einer ordnungsgemäßen Verwaltung entsprechen und hängt von Lage, Größe und Nachbarschaft des Objekts ab. Berechnungsgrundlage der Versicherungsprämie ist meist der Bruttojahresmietwert, aber auch die Anzahl der Wohneinheiten oder die Wohnflächen.

Typische Beispiele für die Gebäudehaftpflichtversicherung: der vom Dach fallende Ziegel verletzt einen Passanten oder vor dem Haus rutscht ein Fußgänger bei Glatteis aus, weil der Eigentümer nicht gestreut hat.

Dürfen die Kosten der Gebäudehaftpflichtversicherung auf den Mieter umgelegt werden?

  • Der Vermieter kann die Versicherungsprämien auf den Mieter umlegen. Die Kosten der Haftpflichtversicherung sind gemäß § 2 Nr. 13 Betriebskostenverordnung umlagefähige Nebenkosten und somit auf den einzelnen Mieter umlegbar.

3 Antworten auf "Gebäudehaftpflichtversicherung"

  • Forster
    3. Juni 2014 - 06:22 Antworten

    Guten Tag,

    im Gegensatz zum Vorjahr hat die Vermieterin, auch noch ohne uns Bescheid zu geben, die Gebäudeversicherung gewechselt und der Gesamtbetrag dieser Versicherung ist von 354 Euro auf 960 Euro gestiegen. Nach Verteilung auf die einzelnen Mietparteien (3 Parteien) sollen wir dieses Jahr 155 Euro mehr bezahlen (aufgrund dieser Versicherung), sodass uns sogar das erste Mal eine Nachzahlung von fast 150 Euro bei der NK Abrechnung ins Haus geflattert kam. Ist dies rechtens? Müssen wir diesen Mehrbetrag bezahlen?

    • Dennis Hundt
      4. Juni 2014 - 05:33 Antworten

      Hallo Frau Forster,

      zum einem muss die Vermieterin Sie nicht fragen, wo die Versicherung oder ein anderes Dienstleister gewechselt werden darf. Dennoch muss die Vermieterin sich an das Wirtschaftlichkeitsgebot halten. Wie die Dinge bei Ihnen genau liegen, muss mit einer Prüfung der Nebenkostenabrechnung und der Versicherungsunterlagen festgestellt werden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ullrich Fritzsche
    15. Juli 2016 - 14:08 Antworten

    Meine Vermieterin hat mir jahrelang die Grundsteuer und Versicherung für ein zweites ca. 400 m² großes Grundstück (bebaut mit Garagen, befestigten Freiflächen und Wiese) in der Nebenkostenabrechnung „untergejubelt“.
    In der „Korrektur“ legt sie jetzt für die Immobilienversicherung eine Aufschlüsslung der Versicherung (Allianz) nach Wert der Gebäude (Wohngebäude: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Elementar, Glas anderes Grundstück: Feuer, Sturm) auf beiden Grundstücken vor.
    Bei der Haftpflicht hat sie selbst einen Aufteilungsschlüssel erstellt, der auf den vermieteten Wohnungen einmal und den vermieteten Garagen und den befestigten Freiflächen (nur Teil des Gesamtgrundstückes) basiert. Nach meinem Kenntnisstand hat sie aber die befestigte Freifläche und ein weiteres Teil des unbebauten Grundstückes an einen Autohändler vermietet. Deshalb bin ich mit dem Aufteilungsschlüssel nicht einverstanden. Gibt es für so einen Fall Leitlinien, denn die Haftpflicht deckt ja die Gesamtgröße des Grundstückes ab ? Kann ich z.B. auch die Einsicht in Mietverträge (Autohändler) verlangen.

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