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Nebenkostenabrechnung bei vorzeitigem Auszug des Mieters (vor Ende der Kündigungsfrist)

Zieht ein Mieter aus, bleibt er verpflichtet, bis zum Ende der für ihn maßgeblichen Kündigungsfrist die Miete sowie die vereinbarten Nebenkosten zu zahlen.

Zieht der Mieter vorzeitig aus, ergeben sich nur scheinbar Besonderheiten. Zwar kann der Mieter jederzeit, auch vorzeitig ausziehen. Ungeachtet dessen bleibt er mietvertraglich verpflichtet, die Kündigungsfristen zu beachten.

In diesem Artikel geht es speziell darum, was Mieter und Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung beachten müssen, wenn der Mieter vor dem eigentlichen Ende der Kündigungsfrist die Wohnung verlässt und auszieht.

Vorzeitiger Auszug ändert nichts an Nebenkostenzahlungspflicht

Die Zahlungspflicht besteht insbesondere auch bei einem vorzeitigen Auszug des Mieters. Der Vermieter muss schließlich weiterhin die anfallenden Nebenkosten für Grundsteuer, Versicherungen, Hauswart u.ä. bezahlen. Lediglich der Energieverbrauch ermäßigt sich Richtung Null, wenn der Mieter die Wohnung nicht mehr nutzt. Insoweit bleibt sein Anspruch bestehen, dass der Mieter die mietvertraglich vereinbarten Nebenkosten weiterhin bis zum Ende der Kündigungsfrist bezahlt.

Im Ergebnis kommt es nicht darauf an, ob der Mieter selbst kündigt, vorzeitig ohne ordentliche Kündigung auszieht, einen Mietaufhebungsvertrag mit dem Vermieter vereinbart oder der Vermieter die Kündigung (ordentliche Kündigung wegen Eigenbedarf, fristlose Kündigung aus wichtigem Grund) ausspricht. Maßgebend bleibt, dass der Mieter die bis zur fristgerechten Beendigung des Mietverhältnisses anfallenden Nebenkosten bezahlen muss.

Bei Auszug: Zwischenablesung

Zieht der Mieter aus, ergibt sich eine zeitliche Zäsur. Der Mieter muss nur bis zum mietvertraglich vereinbarten Ende des Mietverhältnisses die Nebenkosten zu bezahlen. Auf den Tag des Auszugs aus der Wohnung kommt es nicht an. Um den Energieverbrauch bis zu diesem Zeitpunkt festzustellen, muss der Vermieter eine Zwischenablesung der Zählerstände von Strom, Gas und Wasser vornehmen. Alle anderen Nebenkosten sind zeitanteilig abzurechnen.

Anders ist die Situation, wenn der Vermieter die Wohnung sofort weitervermieten kann. Dann zahlt der nachfolgende Mieter die Nebenkosten ab dem Tag seines Einzugs. Insoweit profitiert der vorherige Mieter von den Gegebenheiten. Der Schaden des Vermieters beschränkt sich infolge des vorzeitigen Auszugs auf den Tag, an dem der Nachfolgemieter die Nebenkosten zahlt.

Geht der Vermieter davon aus, die Wohnung vorzeitig weitervermieten zu können und akzeptiert mit der Schlüsselübergabe durch den Vormieter und der Wohnungsübergabe, dass das Mietverhältnis vorzeitig beendet wird, handelt es sich um einen Mietaufhebungsvertrag. Stellt sich heraus, dass das Nachfolgemietverhältnis doch nicht zustande kommt, geht diese Entwicklung und der eventuelle Leerstand zu Lasten des Vermieters. Die Nebenkosten sind auf den Tag der Schlüsselübergabe abzurechnen.

Wann muss Vermieter Nebenkostenabrechnung erstellen?

Der Vermieter muss die Nebenkosten erst nach Ablauf des vereinbarten Abrechnungszeitraums abrechnen. Der Abrechnungszeitraum umfasst formal immer zwölf Monate. So bestimmt es das Gesetz (§ 556 Abs. 1 S. 1 BGB). Zieht der Mieter vorzeitig aus der Wohnung aus, kann er nicht verlangen, dass der Vermieter unmittelbar nach dem Auszug oder der Kündigung die Nebenkosten abrechnet. Auch in diesen Fällen beginnt die Abrechnungsfrist erst mit dem Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums. Der jährliche Rhythmus des Abrechnungszeitraumes ist vom Gesetz vorgegeben und unveränderbar. Allenfalls könnte der Vermieter freiwillig vorzeitig abrechnen, sofern er dazu faktisch in der Lage ist.

Beispiel:

Der Mieter zieht zum 31. Juli 2014 vorzeitig aus. Kündigungstermin wäre der 30. September. Vereinbarter Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr. Somit endet der Abrechnungszeitraum zum 31.12.2014, auch wenn der Mieter die Nebenkosten nur bis zum Tag des Kündigungstermins am 30. September bezahlen muss. Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2014 spätestens bis zum 31. Dezember des folgenden Jahres, also bis zum 31.12.2015, vorlegen.

In Extremfällen, wenn der Mieter beispielsweise Ende Januar 2014 ausgezogen ist, muss er unter Umständen bis zu 23 Monaten auf die Abrechnung der Nebenkosten warten, die der Vermieter bis spätestens 31.12.2015 erstellen muss.

Abrechnungszeitraum und Abrechnungsfrist sind umständebedingt

Der Vermieter ist faktisch erst in der Lage, die Nebenkosten abzurechnen, wenn er selbst von den Energieversorgungsträgern und anderen Kostenträgern die notwendigen Abrechnungen erhalten hat. Ohne diese Abrechnungsunterlagen kann er einem einzelnen Mieter, der im Laufe des Abrechnungszeitraumes vorzeitig oder auch kündigungsgerecht auszieht, keine individuelle Abrechnung erteilen, selbst wenn er dieses wollte.

33 Antworten auf "Nebenkostenabrechnung bei vorzeitigem Auszug des Mieters (vor Ende der Kündigungsfrist)"

  • Pascal
    13. Oktober 2016 - 15:38 Antworten

    Was wenn der Vermieter bei einem frühzeitigen und nicht termingerechten Auszug draufbesteht, dass Gebäude weiterzuheizen damit im Winter die Feuchtigkeit nicht zu strak ansteigt? Ist es Sache des Mieters für diese Energiekosten aufzukommen oder sind das Kosten des Vermieters? Ganz konkret..: Ende Monat werde ich meine aktuelle Wohnung verlassen und spiele mit dem Gedanken die Heizung komplett runterzudrehen, damit keine „unnötigen“ Kosten entstehen und die Nebenkosten sinken. Darf ich das?

    • Dennis Hundt
      14. Oktober 2016 - 08:27 Antworten

      Hallo Pascal,

      Sie müssen als Mieter möglichen Schimmel oder Frostschäden vermeiden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Stefan
        18. März 2017 - 15:52 Antworten

        Hallo,
        ich habe auch eine Frage zum vorzeitigen Auszug, wie mit Heizkosten umzugehen ist.

        Meine Wohnung (zum 28.02.17 gekündigt) habe ich bereits zum 01.01.17 nicht mehr bewohnt. Übergabe der Wohnung wird aber erst am 10.02.17 stattfinden.

        Der Vermieter hat mich gebeten, ab 01.01. die Heizung trotzdem auf niedrigem Niveau weiter laufen zu lassen, da die EG-Wohnung feucht ist (baulicher Mangel, durch defektes Abwasserleitung ist darunter liegender Keller feucht).

        Bis zu welchem Datum bin ich nun verpflichtet, die Heizkosten zu bezahlen: 1.Wohnungsübergabe (10.02.17) oder 2. Bewohnungsende (01.01.17)?

        Vielen Dank.

        • Dennis Hundt
          20. März 2017 - 10:21 Antworten

          Hallo Stefan,

          Sie zahlen bis zum Mietvertragsende die Nebenkosten und auch die Heizkosten. Sie haben als Mieter ohnehin die Pflicht, die Wohnung angemessen zu beheizen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Manfred
    28. Dezember 2016 - 21:12 Antworten

    Nach Umzug meiner Eltern in ein Seniorenwohnheim hatte ich die Wohnung fristgerecht zum 31.03.2015 gekündigt. Mit den Vertretern des Vermieters habe ich mündlich vereinbart, dass die Wohnung bereits im Laufe des Februars übergeben wird, da gemäß Angabe ein Nachmieter bereits im März einziehen wollte. Dementsprechend haben wir nur die Miete inkl. NK bis 28.02. bezahlt. Der Hausverwalter setzt nun in der Nebenkostenabrechnung allerdings die vollen 3 Monate an. Ich habe schon versucht, den Verwalter telefonisch zu erreichen und habe ihn auch um Rückruf gebeten – jedoch ohne Erfolg. Ich würde am liebsten die NK-Abrechnung selbst richtig stellen und nur die NK für 2 Monate (59 Tage) überweisen. Darf ich das?

    • Dennis Hundt
      29. Dezember 2016 - 19:14 Antworten

      Hallo Manfred,

      stellen Sie dem Verwalter den Nachweiss zu, dass das Mietverhältnis bereits Ende Februar aufgehoben wurde. Am besten nachweisbar und schriftlich.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Lydia
    5. Januar 2017 - 11:39 Antworten

    Nehmen wir mal an der Mieter zieht anstatt des 31.11. schon zum 16.11 aus. An dem 16. erfolgt die Schlüsselübergabe und die Abnahme der Wohnung. Muss der Mieter bei der Betriebskostenabrechnung bis zum Zeitraum 1.1 bis 30.11 bezahlen oder wird die Berechnung bis zum 16.11 gemacht?

    • Dennis Hundt
      5. Januar 2017 - 15:56 Antworten

      Hallo Lydia,

      ich würde bei so einer Konstellation immer einen Mietaufhebungsvertrag zu Datum X abschließen. Damit ist dann klar geregelt, bis wann der Mieter die Kaltmiete und die Nebenkosten trägt. Ich vermute mal, dass auch die Kaltmiete bis Ende November gezahlt wurde, daher sehe ich keinen Grund das die Nebenkosten nicht gezahlt werden sollten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Lydia
        5. Januar 2017 - 23:56 Antworten

        Die Nebenkosten wurden bis zum 30.11 gezahlt. Wird der vorzeitige Auszug bei der Betriebskostenabrechnung berücksichtigt?

        • Lydia
          5. Januar 2017 - 23:57 Antworten

          Vielen Dank erstmal für die schnelle Hilfe.

          Mit freundlichen Grüßen

          Lydia Bräuning

  • Janis
    26. Januar 2017 - 20:58 Antworten

    Hallo,

    eine Frage, und zwar wurde der Mietvertrag zum Ende März gekündigt, allerdings wurde schon ein Nachmieter zum 1.3. gefunden. Die Miete + Nebenkosten werden von uns auch so lange weiter gezahlt, bis die Schlüsselübergabe statt findet. Jetzt will der Vermieter 90€ (Also die Betriebskosten) von der Kaution abziehen, da er behauptet, dass die letzten Tage kalt sind und somit mehr Gas verbraucht wurde. Ist er dazu berechtigt? Die Wohnung wird zu sofort weitervermietet. Außerdem will der Vermieter nicht, dass man die aktuellen Stände der Heizungen abliest.

    NG
    Janis

    • Dennis Hundt
      27. Januar 2017 - 11:47 Antworten

      Hallo Janis,

      der Vermieter muss Ihnen nicht mit dem Auszug die Kaution auszahlen. Vielmehr hat er in der Praxis ca. 6 Monate Zeit. Für eine zu erwarteten Nebenkostennachzahlung kann auch ein angemessener Betrag bis zur Nebenkostenabrechnung einbehalten werden.

      Das bei Übergabe die Zählerstände erfasst werden sollten, versteht sich von selbst.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Gerino
    15. Februar 2017 - 13:28 Antworten

    Hallo,
    ich habe auch eine Frage.
    Ich bin Vermieter und habe eine Anliegerwohnung möbiliert vermietet.
    Die Betriebskosten (inklusive Wasser, Strom und Heizung) werden PAUSCHAL abgerechnet.
    Mieter wurde vom Arbeitgeber gekündigt, zieht sofort wieder in seine Heimat und übergibt mir das Apartment ohne Mängel mit Schlüsselrückgabe und gleichzeitiger Kündigung (gesetzliche Frist 3 Monate).
    Meine Frage: Muß mein Mieter auch die vereinbarten pauschalen Nebenkosten bis zum offziellen Mietende zahlen oder nur die Kaltmiete ?
    (Die Anliegerwohnung hängt an unserem Heiz- und Stromzähler und kann nicht extra ausgelesen werden. Daher pauschale Nebenkosten)
    Gerino

  • Carsten
    19. April 2017 - 21:00 Antworten

    Hallo,

    Ich bin am 30.09 aus meiner Letzten Wohnung ausgezogen. Dabei wurde von mir, vom neuen Mieter und im Beisein der Vermieterin die Verbrauchsstände notiert. Abrechnungszeitraum ist von Juni bis Juni.
    Nun habe ich die Abrechnung (Zusammenfassung) bekommen wo ein Mittelwert der Letzten Jahre gebildet wurde abzüglich meiner Vorauszahlung der 3 Monate. Auf nachfrage wurde mir vom Vermieter gesagt das es die einfachste Lösung sei und keine Zwischenablesung erfolgte.
    Es handelt sich um eine Nachzahlung.

    Ist diese Verfahrensweise rechtens? Was kann ich jetzt machen?

    Vielen Dank für eure Mühe.

    • Dennis Hundt
      20. April 2017 - 08:38 Antworten

      Hallo Carsten,

      ich sehe keinen Grund so vorzugehen, wenn die Zählerstände vorliegen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sodatonou
    11. August 2017 - 17:14 Antworten

    Hallo,
    ich habe auch eine Frage. Mein Mieter ist am 30.11.16 ausgezogen. Strom und Wasser wurden abgelesen und die Rechnung ist korrekt für 11 Monate und 1 Monat ausgestellt worden. Die Hausverwaltung hat jetzt die Jahresabrechnung (12 Monate) geschickt. Was ist mit den anderen Nebenkosten wie Müllabfuhr, Hauswart etc. Ich gehe davon aus, dass der ehemalige Mieter 11/12 dieser Kosten zahlt. Korrekt?
    Danke für die Antwort.

    • Dennis Hundt
      13. August 2017 - 17:58 Antworten

      Hallo Sodatonou,

      ja, die verbrauchsunabhängigen Kosten werden in der Regel zeitanteilig umgelegt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Lukas Lippert
    27. September 2017 - 07:13 Antworten

    Hallo,

    bin ich dazu verpflichtet, wenn ich bis zum 31.07.2016 ausgezogen war, für das ganze Jahr 2016 angefallenen Betriebskosten zu zahlen? Ich meine, ich kann ja nicht dafür verantwortlich gemacht werden, der Hausstrom oder das allgemeine Wasser, Müllgebühren, Hauswart, Grundsteuer Wohnen, Abwassergebühren usw. genutzt wurde? 5 weitere Monate nach meinem Auszug.
    Kann mir das jemand weiterhelfen und mir eventuell einen Tipp geben oder andere Informationen?

    Vielen Dank im Voraus

    • Dennis Hundt
      27. September 2017 - 10:01 Antworten

      Hallo Lukas,

      die Kosten (die nicht mit einem Verbrach erfasst wurden) werden zeitanteilig abgerechnet. Das hasst, Sie tragen 7/12tel (Januar bis Juli) der Kosten aus 2016.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Lukas Lippert
        27. September 2017 - 20:17 Antworten

        Danke für die Antwort
        Es ist zwar in 366 Tagen aufgeschlüsselt, wovon ich dann meine entsprechende Tage bezahlen soll (um die 240 ca.).
        Aber ist das üblich, ich meine, ich hatte nach meinem Auszug keinerlei Kontrolle über den Wasserverbrauch der Allgemeinheit bzw. was eben die Betriebskosten der Wohnanlage angeht…
        Ist das also eine richtige Aufstellung für mich? Bzw. Berechnung?

        • Dennis Hundt
          28. September 2017 - 12:05 Antworten

          Hallo Lukas,

          alle Nebenkosten die nicht nach Verbrauch abgerechnet werden, werden bei Mieterwechsel zeitanteilig umgelegt. Wie sollte es auch anders sein?

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Cornelia
    4. Oktober 2017 - 11:44 Antworten

    Guten Tag,

    ich hoffe, Sie können auch mir weiterhelfen. Ich bin nach meiner Mietkündigung sofort aus der Wohnung ausgezogen und habe für die restlichen 3 Monate der Kündigungsfrist weiterhin Kaltmiete + NK an die Hauptmieterin der WG gezahlt. Strom und Gas wurden ebenfalls über die Hauptmieterin direkt vom Anbieter bezogen und abgerechnet. Nach meinem Auszug habe ich weder Strom noch Gas bezahlt.
    Der Betrag wird aktuell mit Teilkaution von der Hauptmieterin zurück gehalten. Steht er mir zu und soll ich ihn nachweislich zurückfordern?
    Einen Zählerstand habe ich damals leider nicht mehr abgelesen.

    Vielen Dank und viele Grüße

    • Dennis Hundt
      4. Oktober 2017 - 15:54 Antworten

      Hallo Cornelia,

      der Vermieter (auch Untervermieter) ist berechtigt einen angemessenen Teil der Kaution für eine mögliche Nebenkostennachzahlung zurückzuhalten. Prüfen Sie im Mietvertrag, ob Sie überhaupt Nebenkostenvorauszahlungen vereinbart haben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Cornelia
        4. Oktober 2017 - 17:59 Antworten

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Die Nebenkosten sind in monatlicher Vorauszahlung mit Kaltmiete zu überweisen.

        Hier geht es jedoch um die Betriebskosten, die direkt von der Hauptmieterin an die Anbieter gezahlt werden. Mein Anteil der Betriebskosten in den drei Monaten, in denen ich nicht mehr dort lebte, wurde durch die Teilkaution zurückgehalten und wird mir nun nach schriftlicher Aussage der Hauptmieterin nicht mehr erstattet.
        Demnach habe ich also Kaltmiete+NK+Betriebskosten für drei Monate gezahlt
        und nicht wie damals vereinbart Kaltmiete+NK.

        Ist das zulässig? Muss ich die Betriebskosten für den Zeitraum zahlen?
        Vielen Dank!

        • Dennis Hundt
          5. Oktober 2017 - 09:41 Antworten

          Hallo Cornelia,

          damit Nebenkosten / Betriebskosten überhaupt umgelegt werden können, müssen diese im Mietvertrag benannt sein. Prüfen Sie hier am besten nochmals.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Wilhelm Thews
    17. Februar 2018 - 14:59 Antworten

    Habe 2017 einen Mieterwechsel gehabt, habe eine Nebenkostenrechnung in 2016 abgerechnet mit einem Guthaben von 532, 19 € bei einer Vorrauszahlung von 170,00 € für die Nebenkostenrechnung. Diese wurde von der Mieterin angenommen, das Guthaben in bar ausgezahlt und die Nebenkosten-Rechnung unterschrieben, wie ich meine auch anerkannt. Kann die Mieterin diese Nebenkostenrechnung noch einmal anfechten oder eine Kontrolle über einen Rechtsanwalt verlangen.

    Gruß
    Wilhelm

  • Sophie Oechsle
    21. Februar 2018 - 11:41 Antworten

    Hallo Zusammen,

    folgende Situation:
    Ich habe zum 1.Mai 2017 den Mietvertrag meiner Vormieterin übernommen, wohne also erst seit Mai in der Wohnung. In dem Übernahmevertrag steht ich muss die Nebenkosten mit der Vromieterin abrechnen. Allerding hat mich die Betriebskostenabrechnung der Hausverwaltung erst jetzt erreicht und ich habe keine Möglichkeit das Geld von der Vormieterin zu bekommen, da ich schließlich keinen Vertrag mit ihr hatte (imn Gegensatz zum Vermieter). Nun ist meine Frage, ob diese Klausel überhaupt rechtskräftig ist und ich im Zweifel tatsächlich die Kosten für den Zeitraum übernehmen muss, in dem ich noch nie Mieter war?

    Danke im Voaraus!

    • Dennis Hundt
      21. Februar 2018 - 18:30 Antworten

      Hallo Sophie,

      wenn Sie einen neuen Mietvertrag abgeschlossen haben, dann muss der Vermieter mit der Vermieterin abrechnen. Wenn Sie in den alten Mietvertrag eingetreten sind, dann haben Sie alle Rechte und Pflichten übernommen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Moritz
    6. März 2018 - 21:11 Antworten

    Hallo,

    Wir sind letztes Jahr im Februar aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Gekündigt hatten wir auf Ende Februar. Da der neue Mieter früher in die Wohnung wollte, haben wir einer früheren Übergabe zugestimmt. Die Miete und Nebenkostenabschlag wurde im voraus gezahlt, diese wurden zwischen uns und dem Nachmieter entsprechend aufgeteilt. Die Übergabe der Wohnung an die Vermieterin und Annahme durch den neuen Mieter war am 17.Februar. Zählerstande von Heizung, Strom etc. wurden abgelesen und notiert. Die Vermieterin hat im April letzten Jahres eine vorläufige Verrechnung gemacht.
    Jetzt haben wir dieses Jahr am 22. Februar eine endgültige Nebenkostenabrechnung bekommen. Zum einen liegt der Zeitpunkt des Auszugs über ein Jahr zurück und zum anderen sind die dort angegeben Werte nicht die, die wir damals bei der Übergabe notiert haben.

    Muss ich diese Nebenkostenabrechnung noch akzeptieren und bezahlen?

    Viele Grüße

    • Dennis Hundt
      7. März 2018 - 14:40 Antworten

      Hallo Moritz,

      verweisen Sie auf das Übergabeprotokoll und die festgehaltenen Werte. Ihre Auszug hat erstmal nichts mit der Abrechnungsfrist zu tun. Das das Kalenderjahr 2017 muss der Vermieter bis Ende 2018 abrechnen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Daniela
    24. April 2018 - 18:26 Antworten

    Hallo,

    ich habe meine Wohnung zum 28.02.2018 gekündigt, bin aber schon am 03.01.2018 ausgezogen.

    Muss ich für die Zeit vom 01.01. (03.01.) – 28.02.2018 dem Vermieter auch die verbrauchsabhängigen Kosten, die ich aufgrund des Auszuges ja nicht mehr haben kann, im Rahmen der Betriebskostenvorauszahlung zahlen?

    Oder ist es ausreichend, (z.B. aufgrund einer Schätzung, die auf den letzten Abrechnungen basiert) lediglich die verbrauchsunabhängigen Kosten im Rahmen der Vorauszahlung zu überweisen?

    Wenn ja, gibt es dazu evtl. ein Urteil?

    Vielen Dank!

    • Dennis Hundt
      25. April 2018 - 16:37 Antworten

      Hallo Daniela,

      Sie sind verpflichtet die (vollständige) Nebenkostenvorauszahlung zu leisten, ja. Es sein denn, Sie haben etwas anderes mit dem Vermieter vereinbart.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Christina
    3. Juli 2018 - 20:47 Antworten

    Hallo, wir mussten auf Grund eines Wasserschadens unsere Wohnung für 4 Monate verlassen. In die Übergangswohnung sind wir am 1.10.16 ein- und am 13.01.17 wieder ausgezogen. Übergabe war am 22.01.17 und das Mietverhältnis endet am 31.01.17. Die Zählerstände der Heizung wurden bei Einzug und Ende Dezember abgelesen. Eine Ablesung zum Auszug verneinte der Vermieter aufgrund der Kosten. Die Abrechnung sollte aufgrund der Vergleichswerte Oktober bis Dezember erfolgen. Wir erhielten jetzt die Abrechnung für Januar 2017 auf 31 Tage berechnet. Es sich um einen sehr heizintensiven Zeitraum. Ist die Vorgehensweise korrekt oder können wir auf einer Abrechnung auf 22. Tage Übergabe bestehen? Vielen Dank.

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