Abrechnungszeitraum für die Nebenkosten


Der Abrechnungszeitraum ist die Zeitspanne, für die der Vermieter einen Nebenkostenabrechnung erstellt.

Der Abrechnungszeitraum darf gemäß des § 556 Abs. 3 BGB maximal 12 Monate betragen. Überschreitet der Abrechnungszeitraum diese gesetzlich festgelegte maximale Frist, so ist die Nebenkostenabrechnung nicht korrekt erstellt und der formelle Fehler kann eine Unwirksamkeit der Nebenkostenabrechnung zur Folge haben.

Eine Verkürzung der Frist jedoch ist zulässig, sofern der Vermieter die umlagefähigen Nebenkosten anteilig für den abgerechneten Zeitraum abrechnet. Ein Verkürzung ist zum Beispiel fast immer gegeben, wenn ein Mieter mitten im Jahr einzieht. Hier bekommt der vorherige Mieter eine Abrechnung vom Beginn des Abrechnungszeitraums bis zum Auszug und der neue Mieter die Abrechnung vom Einzug bis zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Auch kann der Vermieter einen bestehenden und jahrelang verwendetet Abrechnungszeitraum umstellen. Allerdings muss er die Umstellung begründen. Grundsätzlich liegt die (erstmalige) Festlegung des Abrechnungszeitraumes in der Hand des Vermieters.

Beispiel für einen verkürzten Abrechnungszeitraum wegen Mieterwechsel:

AbrechnungszeitraumEin Mietverhältnis beginnt am 01.04. eines Jahres. Der Vermieter rechnet für das gesamte Haus nach Kalenderjahr ab (vom 01.01. bis zum 31.12).

Für das Jahr des Einzugs wäre der Abrechnungszeitraum dann die Zeit vom 01.04. bis zum 31.12. und für alle darauf folgenden Jahre, in denen das Mietverhältnis besteht, wäre der Abrechnungszeitraum dann die Zeit vom 1.1 bis zum 31.12. Mehr zur Abrechnung der Nebenkosten beim Mieterwechsel.

Wichtig für Mieter die ausziehen:

Grundsätzlich endet der Abrechnungszeitraum mit dem Ende des Mietverhältnisses und die Nebenkostenabrechnung hat anteilig zu erfolgen.

Im direkten Zusammenhang mit dem gewählten und festgelegten Abrechnungszeitraum hängt die Abrechnungsfrist zusammen, da diese mit dem Ende des Abrechnungszeitraumes beginnt.

Kurzcheck zum Abrechnungszeitraum:

  • Der Abrechnungszeitraum darf maximal 12 Monate betragen.
  • Bei Überschreitung dieser 12 Monate wird die Abrechnung formal unwirksam.
  • Bei Einzug, Auszug oder bei Umstellung des Abrechnungszeitraums kann dieser auch kürzer ausfallen, jedoch nie länger.
  • Nach Ende des Abrechnungszeitraums beginnt die 12-monatige Abrechnungsfrist zu laufen, in dieser muss der Vermieter die Nebenkostenabrechnung erstellen.



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